Funktionsprinzip

Technische Umsetzung

Da der Lotus-Effekt ausschließlich auf einer physikalisch-chemischen Grundlage beruht und nicht an ein lebendes System gebunden ist, kann eine selbstreinigende Oberfläche technisch hergestellt werden.

Die Werkstoffe für derartige neue Beschichtungen stehen zur Verfügung. Bis heute wurde allerdings die scheinbar widersprüchliche Forderung nach einer rauen Oberfläche als Grundlage einer sauberen Oberfläche übersehen. Dennoch haben in den letzten Jahren Forschung und Industrie intensive Anstrengungen unternommen, um schmutzabweisende oder selbstreinigende Oberflächen zu entwickeln. Einige Werkstoffe erlauben es zudem auch, Beschichtungen herzustellen, die neben hydrophoben auch oleophobe Eigenschaften haben. Sie werden also weder von Wasser noch Öl benetzt und können somit als ultraphob bezeichnet werden. Mögliche Anwendungsgebiete liegen vor allem in der Beschichtung von Fassaden (Abbildung 1), Dächern, Textilien und in dem weiten Feld der Lackindustrie. Gelingt die Umsetzung, dann stellt der Lotus-Effekt sicherlich eines der eindrucksvollsten Beispiele für die Bionik der letzten Jahre dar.

Abbildung 1
Abbildung 1: Fassadenfarbe „Lotusan“, die sich dank Lotus-Effect® mit Regen selbst reinigt.

Filmausschnitt

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